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Ackerschachtelhalm
Equisetum arvense

Synonyme: Bandwisch, Katzenschwanz, Katzenwedel, Pferdeschwanz, Schachtelhalm, Schafheu, Schafstroh, Scheuergras, Zinnkraut

An feuchten Standorten kann der Ackerschachtelhalm leicht mit dem Sumpfschachtelhalm (Equisetum palustre) verwechselt werden, der aufgrund seines Alkaloidgehaltes als giftig gilt.
Wegen der Kieselsäure wird der Schachtelhalm bei Nierenkrankheiten und Problemen des Bindegewebes verwendet.
Blüten hat der Schachtelhalm nicht, weil er eine Sporenpflanze ist.
Verwendbare Schachtelhalme haben keine braunen Stellen, denn die sind ein Hinweis darauf, dass der betroffene Schachtelhalm leicht giftig ist.
Schon im Altertum wurde der Acker-Schachtelhalm als Lieferant von Kieselsäure geschätzt. Dioskurides lobt seine blutstillende Kraft und Plinius der Ältere behauptet sogar, die blutstillende Kraft sei so groß, dass es genüge, ihn bloß in der Hand zu halten.
Sebastian Kneipp setzte ihn ein zur Behandlung von Störungen bei der Wundheilung und gegen Rheuma und Gicht.

Kurze Übersicht:
Blasen- und Nierenleiden, Blutungen, Durchblutungsstörungen lokale, Frostbeulen, Hautleiden, Krampfadern, rheumatische Beschwerden, schwache Menstruation, Wassersucht, Wundheilung

Verwendete Pflanzenteile:
Die oberen zwei Drittel der sattgrünen jungen Sommertriebe werden gesammelt.

Heilwirkungen:
Innerlich
Gut für den Harnapparat oder das Bindegewebe.Bei Wasseransammlungen (Ödeme), Schwellungen nach Unfällen, zur Durchspülungstherapie bei entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege und NierengrießBei chronischem Husten und zur Ausschwemmung von Ödemen. Bestandteil vieler standardisierter Präparate, wie Rheuma-, Husten-, Nieren-, Blasen- und Blutreinigungstees.Zur Blutstillung eignet sich am besten der frische Pressaft.

Äusserlich
Für Voll-, Teilbad, Wickel oder Auflage geeignet. Dazu wird je nach Bedarf eine grössere Menge Tee gekocht und mit Wasser verdünnt. Für ein Vollbad muss man ca. 150 g Schachtelhalm rechnen.Wickel und Auflagen, z.B. bei Ekzemen, Geschwüren usw. werden in den Tee getaucht und auf die betroffenen Stellen aufgelegt.Unterstützend bei schlecht heilenden Wunden

Dosierung:
als Tee:
2 bis 3 Teelöffel (entsprechend 2 bis 4 g getrocknetes Schachtelhalmkraut) werden mit ca. 150 ml siedendem Wasser übergossen und etwa 5 Minuten gekocht. Der Sud wird nach 15 Minuten abgeseiht. Mehrmals täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee zwischen den Mahlzeiten trinken. Mittlere Tagesdosis: 6 gFrischer Schachtelhalm muss als Abkochung zubereitet werden und mindestens 20 Minuten kochen, damit sich die Kieselsäure aus den Pflanzen löst.
als Umschläge:
Für Umschläge werden 10g Schachtelhalmkraut auf 1 l Wasser verwendet und wie bei der Teebereitung beschrieben zubereitet.
als Bäder:
Schachtelhalmkraut mit heißem Wasser über eine Stunde ansetzen, abgeseiht dem Bad zugeben. Die Konzentration soll ca. 2 g pro Liter Wasser betragen

Inhaltsstoffe:
Kieselsäure, Saponine, Flavone, Kalzium, Kalium, Magnesium, weitere Spurenelemente

Sammelzeit:
Mai - Juli

Beschreibung:Stengel besteht aus mehreren Abschnitten, die ineinander verschachtelt sind,
woher auch der Name Schachtelhalm kommt.
farnartiges Gewächs, entwicklungsgeschichtlich sehr alt,
einjährige Pflanze
vor ca. 400 Millionen Jahren baumgroß und bevölkerte riesige Wälder
zusammen mit Riesenfarnen und Moosen
zähe Wurzeln weit verzweigend unter der Erdoberfläche tief in den Boden.
Es blüht nicht, sondern vermehrt sich durch Bildung von Sporen.
Im Frühling hellbraune bis rötliche Sporentriebe, einem Pferdeschweif ähnlich,
daher der lateinische Name der Pflanze.
Einige Wochen später wachsen daraus unfruchtbare grüne Sommertriebe,
deren Gestalt an kleine Nadelbäume erinnert.
Medizinisch verwendet werden die grünen Sprosse.
Wegen seines hohen Gehaltes an Kieselsäure wurde der Ackerschachtelhalm früher zum Putzen von Zinn verwendet, woher der Name Zinnkraut kommt.

Symptome ausführlich:
Bindegewebe
Blasen- und Nierenleiden
Blutreinigung
Blutungen
Durchblutungsstörungen lokale
Ekzeme
Entzündliche Erkrankungen
Frostbeulen
Geschwüre
Harnapparat
Hautleiden
Husten
Krampfadern
Menstruation schwache
Nierengrieß
Ödeme
rheumatische Beschwerden
Schwellungen
Wassersucht
Wundheilung